Hochsaison für kleine Blutsauger
Nicht vergessen: Zeckenschutz für Hund und Katze
BTK Berlin (20.03.2015)
Im Frühling regt sich überall das Leben – auch solches, das wir lieber nicht in unserer Nähe hätten: Zecken. Die sind nämlich schon ziemlich aktiv, darum ist es jetzt höchste Zeit, Hund oder Katze vor den kleinen Blutsaugern zu schützen.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl wirksamer Präparate gegen Zecken, die entweder einen repellierende Wirkung haben (die Zecke wird davon abgehalten, einen Hund oder Katze zu befallen) oder Wirkstoffe, die die frisch angesogene Zecke schnell abtöten. Da die Auswahl schwierig ist und einige dieser Mittel bei unsachgemäßer Anwendung besonders für Katzen gefährlich oder wirkungslos sein können, sollten sie nur nach Beratung durch den Tierarzt eingesetzt werden.
„Der wichtigste Schutz vor einer Übertragung der gefährlichen Erreger ist es aber, die Zecke unverzüglich zu entfernen, denn die krankmachenden einzelligen Erreger gelangen erst nach zwölf bis 24 Stunden durch den Speichel der Zecke ins Blut“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Das gelte auch für den Hundehalter selber, denn er sei beim Streifzug durch Feld und Flur ein beliebtes „Zeckenopfer“.
- Zecken suchen auf ihrem Wirt bis zu zwei Stunden lang nach einer geeigneten dünnhäutigen Körperstelle (Innenseite der Schenkel, Kopf, Ohren, Zwischenzehenbereich, Afterregion oder Unterbauch), um sich dort fest zu bohren.
- Mensch und Tier nach langen Spaziergängen, besonders durch lichten Wald, feuchte Wiesen oder auf Flächen, die als Hundeauslaufgebiet genutzt werden, auf Zecken hin kontrollieren.
- Die Zecke mit einer speziellen Zeckenzange oder mit den Fingern so dicht an der Einstichstelle wie möglich (zwischen Haut und Zecken“kopf“) fest fassen ohne sie zu quetschen. Dann vorsichtig, gefühlvoll aber beherzt und möglichst gerade herausziehen. Ein Drehen sollte vermieden werden! Bei Unsicherheit sofort zum Tierarzt.
- Nagellack, Öl oder Ähnliches niemals auf die Einstichstelle und die Zecke träufeln! Das wurde früher geraten, begünstigt aber die Übertragung von Krankheitserregern, weil die Zecke durch den „Stress“ ihren mit Erregern „verseuchten“ Mageninhalt in die Wunde entleert.
- Achtung: Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt – meist der winzige schwarze Kopf, an dem noch die acht Beine hängen – kann sich diese Stelle entzünden. In diesem Falle unbedingt den Tierarzt aufsuchen! -
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