Hitzefalle Auto

Die BTK warnt: Den Hund im PKW zu „parken“ kann tödlich enden!

BTK Berlin (05.06.2014) Glaubt man dem Wetterbericht, stehen uns heiße Pfingsttage bevor. Aus diesem Grunde warnt die Bundestierärztekammer davor, Hunde – auch nur für kurze Zeit – im abgestellten Auto zu „parken“: Schon wenige Minuten in der Sonne können dazu führen, dass das Tier einen Hitzschlag erleidet.
© C.Pfister
In den nächsten Tagen und über die Pfingstfeiertage soll es in Deutschland so richtig warm werden. Schöne Aussichten für das verlängerte Wochenende, doch auch Anlass für die Bundestierärztekammer zu warnen: „Lassen Sie Ihren Hund bei diesen Temperaturen auf keinen Fall im Auto warten, denn das kann tödlich enden!“ „Erst vor kurzem musste die Polizei in Bayern gewaltsam ein Auto öffnen und einen Hund befreien. Hilfe, die für das arme Tier leider zu spät kam: Es ist qualvoll verendet, dabei war es draußen noch nicht einmal besonders heiß“, bedauert Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Das Tückische dabei sei nämlich, dass sich das Wageninnere in der Sonne aufheize wie ein Backofen, die Temperaturen steigen rasch auf über 70 Grad. Mantel: „Ein leicht geöffnetes Fenster oder ein Schälchen Wasser sind da völlig nutzlos. Auch ist es Quatsch zu meinen, dass ein Schattenplatz Schutz bietet. Auch im Schatten heizt sich das Wageninnere ab einer bestimmten Temperatur auf. Und da sich der Sonnenstand ändert, reicht schon eine halbe Stunde, und der Hund schmort im besonnten Auto. Darum rufen Sie auf jeden Fall die Polizei, wenn sie beobachten, dass ein Hund in einem in der Sonne geparkten Auto warten muss!“

Dass Hunde relativ schnell an Überhitzung sterben können, liegt an ihrer speziellen Art der Wärmeregulation: Hunde haben im Gegensatz zu uns (außer unter den Pfotenballen) keine Schweißdrüsen, sie schwitzen also nicht, sondern erzeugen durch ihr Hecheln Verdunstungskälte. Die Thermoregulation über die Atemwege reicht aber bei großer Hitze besonders bei den zurzeit so modernen kurznasigen Rassen nicht aus. „Möpse, Bulldogen oder Pekinesen mit ihren verkleinerten Nasenmuscheln haben hier große Probleme und können noch leichter einen Hitzekollaps bekommen“, warnt Mantel. Darum sollten diese Hunde bei steigenden Temperaturen nicht belastet werden. Für alle Rassen, auch die supersportlichen, gilt: Bei hochsommerlichen Temperaturen – besonders in der Mittagshitze – den Hund nicht am Fahrrad laufen lassen! Etwas, das man leider immer wieder sieht …

Erste Hilfe bei Hitzschlag:

• Anzeichen für einen Hitzschlag sind verstärktes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.
• Das Tier unverzüglich an einen kühlen und schattigen Ort bringen. Ist der Hund bei Bewusstsein, sofort Wasser anbieten. Um das Tier allmählich abzukühlen, kann man es unter eine feuchte Decke legen oder ihm vorsichtig zuerst die Beine und dann den Körper befeuchten.
Achtung: Ein Hitzschlag ist ein Notfall! Es muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden, auch dann, wenn sich der Hund bereits etwas erholt hat.
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