Die Zeit drängt ...
Bundestierärztekammer begrüßt Tuberkulosemonitoring
BTK Berlin (28.05.2013)
Seit 1997 gilt Deutschland offiziell als TBC-frei, in den letzten Monaten traten jedoch immer wieder Fälle von Rinder-Tuberkulose im Allgäu und nun auch in Niedersachsen auf. Die Bundestierärztekammer begrüßt vor diesem Hintergrund die Einführung einer bundesweiten Stichprobenuntersuchung bei über 24 Monate alten weiblichen Rindern.
Dazu Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer: „Wir begrüßen die Einführung eines Monitorings, also von Stichprobenuntersuchungen auf TBC, bei über 24 Monate alten weiblichen Rindern. Diese Maßnahme ist aus unserer Sicht dringend notwendig, um einen Überblick über die Tuberkulosesituation in Deutschland zu erhalten. Doch nun drängt die Zeit: Im Jahre 2008 war schon einmal eine flächendeckende Tuberkulinisierung, ähnlich wie im vorliegenden Entwurf, geplant. Sie scheiterte jedoch an den Kosten. Aus Verantwortung für Mensch und Tier muss aber Klarheit darüber herrschen, ob sich die Tierseuche in Deutschland wieder ausbreitet.“
Derzeit achten Tierärzte vor allem bei der amtlichen Fleischuntersuchung auf Veränderungen, die auf Tuberkulose hinweisen. Doch reicht das aus Sicht der Tierärzteschaft nicht aus. „Zusätzliche Sicherheit kann nur durch spezifische Untersuchungsverfahren wie zum Beispiel den bewährten Intracutan-Test am lebenden Tier gewonnen werden. Dieser ist nun im Rahmen eines regionalen Monitorings geplant und in Bayern bereits angelaufen.
Rinder-Tuberkulose wird durch ein Bakterium verursacht und ist als sogenannte Zoonose vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragbar. Die Tierseuche ist weltweit verbreitet, in Deutschland treten jedes Jahr vereinzelte Fälle auf. Da aufgrund tierärztlicher Bekämpfungsmaßnahmen in mehr als 99,8 Prozent der Rinderbestände keine Tuberkulose mehr auftrat, gilt Deutschland seit 1997 offiziell als frei von Rinder-TBC.
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