Aufgepasst bei Urlaubsmitbringseln

Eingeführte Lebensmittel können Tierseuchen einschleppen

BTK Berlin (15.07.2011) Urlaubsmitbringsel könnten für die Landwirtschaft in Deutschland schnell zur großen Bedrohung werden. Darauf weist die Bundestierärztekammer (BTK) alle Rückreisenden von außerhalb der EU hin. In vielen Ländern außerhalb der Europäischen Union sind immer noch Tierseuchen heimisch, die in Deutschland ausgerottet oder schon lange nicht mehr aufgetreten sind. Daher ist es grundsätzlich verboten Fleisch und Milch, sowie daraus hergestellte Erzeugnisse von außerhalb der EU mitzubringen.
Urlaubsmitbringsel könnten für die Landwirtschaft in Deutschland schnell zur großen Bedrohung werden. Darauf weist die Bundestierärztekammer (BTK) alle Rückreisenden von außerhalb der EU hin. In vielen Ländern außerhalb der Europäischen Union sind immer noch Tierseuchen heimisch, die in Deutschland ausgerottet oder schon lange nicht mehr aufgetreten sind. Daher ist es grundsätzlich verboten Fleisch und Milch, sowie daraus hergestellte Erzeugnisse von außerhalb der EU mitzubringen.

Derzeit gibt es in der Russischen Föderation (Kaukasusregion und Verwaltungsbezirk Tver westlich von Moskau) immer wieder neue Ausbrüche der afrikanischen Schweinepest (ASP) und in Vietnam die Maul- und Klauenseuche (MKS). Beide Krankheiten können beispielsweise über Lebensmittel auf Tiere übertragen werden. Für Menschen sind sie nicht gefährlich.

„Frisches Fleisch, roher Schinken oder Rohwürste (z.B. Salami) können das Schweinepestvirus enthalten und über Abfälle können unsere Tiere dann krank werden“, warnt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. „Daher ist das Füttern von Schweinen mit Speiseabfällen streng verboten. Epidemien können sich rasch länderübergreifend ausbreiten und zu hohen Tierverlusten führen.“ Die Afrikanische Schweinepest kann nicht behandelt werden und es gibt gegen sie keine Impfung.

Das Maul- und Klauenseuchevirus kann darüber hinaus auch über Kleidung und Fahrzeuge eingeschleppt werden. Das Virus ist für alle landwirtschaftlichen Klauentiere (Rind, Schwein, Schaf, Ziege) und Wildtiere (z.B. in Gehegen) hochgradig ansteckend.

Im Seuchenfall müssen viele Tiere getötet werden, um andere Tiere zu schützen. Tierärzte und Veterinärämter sind in Sachen Tierseuchen wichtige Berater und können aktuellste Informationen zum Seuchengeschehen geben.
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