In den vergangenen Wochen sind unter den tierärztlichen Labordiagnostikern, die sich schwerpunktmäßig mit der mikrobiologischen Diagnostik von Eutererkrankungen auseinandersetzen, intensive Diskussionen über neue Technologien zur Diagnostik von Mastitiserregern aus Milchproben geführt worden. Insbesondere hat ein Mastitis-PCR-Testkit Anlass für viele Debatten gegeben.
Der Sachverständigenausschuss „Subklinische Mastitis“ der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG), der unlängst die überarbeiteten „Leitlinien Entnahme von Milchproben unter antiseptischen Bedingungen und Isolierung und Identifizierung von Mastitiserregern“ (2. Auflage, Juni 2009) herausgegeben hat, nimmt dazu wie folgt Stellung:
STELLUNGNAHME:
Die Erzeugung qualitativ hochwertiger und
gesundheitlich unbedenklicher Lebensmittel
ist ein gesellschaftspolitisches Anliegen. Der
Begriff Qualität ist allgemein definiert als die
Summe aller Eigenschaften eines Objektes in
Bezug auf seine Eignung für bestimmte Zwecke.
Auf das Lebensmittel Milch übertragen
bedeutet dies, Rohmilch muss eine substanziell
physiologische Beschaffenheit aufweisen und
frei von pathogenen Mikroorganismen, mikrobiellen
Toxinen, chemischen Kontaminanten
und Rückständen sein.
In diesem Sinn hat die Bekämpfung von
Eutererkrankungen auf der Grundlage einer
qualifizierten Diagnostik einen hohen Stellenwert.
Zur Identifizierung von Mastitiserregern
stehen neben konventionell bakteriologischen
Verfahren auch moderne molekularbiologische
Verfahren zur Verfügung. Insbesondere die
Polymerase-Kettenreaktion (PCR) hat revolutionäre
Entwicklungen in der Diagnostik von
Infektionskrankheiten ausgelöst.
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