FINDEN

 erweiterte Suche

Deutsches TierärzteblattArchiv für LebensmittelhygieneDer praktische TierarztKleintierpraxisBerliner und Münchener Tierärztliche WochenschriftDeutsche Tierärztliche Wochenschrift
HOME BTK Mitglieder Akademie für tierärztliche Fortbildung Berufliches Fachliches Service Pressestelle

Bundestierärztekammer





 Archiv - 2005

Tierärzte fordern erneut:
Keine Subventionen für tausendfaches Tierleid

Subventionen für Exporte von lebenden Tieren müssen endlich abgeschafft werden. Die Bundestierärztekammer hat heute die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen.

Während bei Tiertransporten innerhalb der EU in den letzten Jahren gewisse Verbesserungen im Sinne des Tierschutzes erreicht werden konnten, treten beim Export von lebenden Rindern in den Empfängerländern unverändert eklatante Verstöße gegen den Tierschutz auf. Die Europäische Union hat den Lebendtierexport im Jahr 2003 mit insgesamt 58,9 Millionen Euro gefördert.

„Deutschland als Nation mit dem Staatsziel Tierschutz und als Hauptnutznießer der Subventionen trägt eine besondere Verantwortung, die tierschutzwidrigen Missstände zu beenden“, betont Dr. Ernst Breitling, Präsident der Bundestierärztekammer, in seinem Schreiben an Bundesminister Horst Seehofer.

Im Jahr 2003 hat die EU für knapp 230.000 Rinder den Export in den Libanon und nach Ägypten mit Subventionen gefördert. Mit 54 Prozent stammte die Mehrzahl dieser Tiere aus Deutschland. Dabei war die Quote von Beanstandungen wegen Verstößen gegen die EU-Bestimmungen bei den Rindern aus Deutschland mit 4,5 Prozent überdurchschnittlich hoch. Allein diese Quote ist schon Beleg für tausendfaches Tierleid.

Die Bundestierärztekammer hatte schon 1996 gefordert, die Exportsubventionen abzuschaffen. Die Sendung „37 Grad: Endstation Beirut“ des ZDF dokumentierte am 11. Oktober dieses Jahres, dass die Tiere bei der Ankunft im Libanon immer noch massiv tierschutzwidrig behandelt werden. Die Herbst-Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer befasste sich deshalb nochmals mit dem Problem und forderte erneut einhellig die Abschaffung der Subventionen für Lebendtierexporte.



PRESSEINFORMATION
Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V., Oxfordstr. 10, 53111 Bonn,
Tel. (02 28) 7 25 46-0/-70, Fax 7 25 46 66
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Margund Mrozek
PM 10/05, 15. Dezember 2005

PDF Ausgabe    WORD Ausgabe   
Abstand