FINDEN

 erweiterte Suche

Deutsches TierärzteblattArchiv für LebensmittelhygieneDer praktische TierarztKleintierpraxisBerliner und Münchener Tierärztliche WochenschriftDeutsche Tierärztliche Wochenschrift
HOME BTK Mitglieder Akademie für tierärztliche Fortbildung Berufliches Fachliches Service Pressestelle

Bundestierärztekammer





 Archiv - 2005

Tierärzte fordern:
PISA-Verhältnisse in der Ausbildung stoppen

Die Bundestierärztekammer hat heute die zuständigen Minister der betroffenen Länder und weitere politische Entscheidungsträger aufgefordert, die materielle und personelle Ausstattung in der veterinärmedizinischen Ausbildung nicht weiter zu reduzieren.

„Mit Sorge beobachten wir, dass sich die Bedingungen in der Ausbildung seit Jahren verschlechtern und international üblichen Standards nicht mehr entsprechen“, so Dr. Ernst Breitling, Präsident der Bundestierärztekammer. Es liege im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse, dem Berufsstand durch eine optimale Ausbildung auch zukünftig eine optimale Erfüllung seiner wichtigen Aufgaben in Verbraucher- und Tierschutz sowie der Tierseuchenbekämpfung zu ermöglichen.

In der Veterinärmedizin entspricht das Zahlenverhältnis von Lehrenden zu Studierenden schon seit vielen Jahren nicht mehr dem international üblichen Standard. Die aktuellen und angekündigten Kürzungen der Haushalte bei gleichzeitiger Erhöhung der Zahl der Studierenden werden zu einer weiteren drastischen und nicht mehr zu kompensierenden Verschiebung des Betreuungsverhältnisses führen.

Das verursacht eine Qualitätsminderung in der Lehre, die nicht mehr zu dulden ist und Einschnitte in der Forschung, die nicht mehr zu verantworten sind. Auch eine notwendige, nachhaltige Studienreform wird gefährdet. Die Wahrnehmung der originären gesellschaftlichen Aufgaben der Veterinärmedizin im Verbraucher- und Tierschutz sowie in der Tierseuchenbekämpfung wird Einbußen erfahren.

Die Forderung der Bundestierärztekammer wurde von ihren Delegierten auf der Herbstsitzung am 2. Oktober in Berlin formuliert und jetzt schriftlich an die politischen Entscheidungsträger gerichtet:

  • Bildungs-, Wissenschafts-, und Finanzminister der Länder mit tierärztlichen Bildungsstätten (Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Sachsen)
  • Präsidenten der Universitäten mit tierärztlichen Fakultäten (Berlin, Gießen, Leipzig, München)
  • Bundesministerinnen für Bildung und Forschung, für Gesundheit und Soziale Sicherung sowie für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
  • Bundestagsfraktionen


PRESSEINFORMATION
Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V., Oxfordstr. 10, 53111 Bonn,
Tel. (02 28) 7 25 46-0/-70, Fax 7 25 46 66
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Margund Mrozek
PM 1/05, 18. Januar 2005

PDF Ausgabe    WORD Ausgabe   
Abstand